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1. In der Kurve bleibt das Fahrzeug stehen (kein Kontakt)
2. Das Fahrzeug reagiert träge und bremst stark in Kurven (Carrera)
3. Das Fahrzeug bremst stark in Kurven (nicht Carrera)
4. Das Fahrzeug fährt geradeaus und nicht in die Kurve
5. Die Kardanwelle springt aus der Halterung
6. Das Hinterrad fliegt ab!
7. Kann ich mein Fahrzeug leiser machen?
8. Die Beleuchtung scheint durch die Karosserie!

Fehlt was? Einen Fehler gefunden? Verbesserungs-Vorschläge? Dann schreib mir bitte.



1. In der Kurve bleibt das Fahrzeug stehen (kein Kontakt)
Wahrscheinlich liegt es daran, daß die Schleifer keinen Kontakt haben. Man sollte immer das Ende der Schleifer leicht auffächern. Man kann auch zusätzlich den gesamten Schleifer leicht zusammenstauchen. Dadurch wird er breiter und hat natürlich besseren Kontakt. Aber: wie ich feststellen mußte senkt das auch deutlich die Lebensdauer!
Das Ende sollte man leicht nach unten biegen, so daß es Richtung Schiene zeigt.


(anklicken für größeres Bild)

Es könnte auch sein, daß die Schienen verschmutzt sind, dann hilft natürlich nur saubermachen 
Dreckige Schleifer kann man ganz gut mit einer Zahnbürste vorsichtig säubern.
Manchmal scheint auch ein ganzer Streckenabschnitt ohne Strom zu sein, dann muß man die Verbindungskontakte der Schienen reinigen, oder den Slot vorsichtig weiten (Ninco).
 

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2. Das Fahrzeug reagiert träge und bremst stark in Kurven (Carrera)
Die Carrera Fahrzeuge scheinen oft sehr träge zu reagieren. In Kurven bremsen sie von selbst herunter. Manchmal so stark, daß man nicht anständig hindurchkommt.
Das Problem liegt bei dem Carrera-typischen verstellbaren Magneten! Je weiter man diesen nach vorne stellt, desto schlimmer wird es. Der drückt das Fahrzeug nämlich vorne so stark an die Schiene, daß es in den Kurven mit den Vorderrädern bremst! 

Ich würde empfehlen, diesen Magneten auszubauen. Der zweite Magnet genügt vollkommen!
Man verzichtet damit natürlich auf die Möglichkeit, mit dem Magnet die Haftung zu regulieren. Aber wenn man ehrlich ist, wird man feststellen, daß man das sowieso nicht häufig macht, zumal die Fahreigenschaften ohne diesen Magneten deutlich besser sind. 
(Ältere Modelle haben keinen zweiten Magneten an der Hinterachse, hier hilft nur den Magneten ganz nach hinten zu stellen, oder komplett darauf zu verzichten, bzw. einen schwächeren einzubauen).

Dem einen oder anderen stellt sich jetzt vielleicht noch die Frage, wie man den Magneten dort herausbekommt, ohne das Chassis aufzubrechen.
Einige Modelle haben am vorderen Ende der Halteschiene (Richtung Leitkiel) eine kleine Plastik-Halterung. Sie hält die Metallplatte über dem Magnet in der Führung. Diese kleine Halterung kann man nach oben heraushebeln, da sie nur leicht verschweißt ist. (Sie steckt auf zwei Haltestiftchen, also kann man sie zur Not auch wieder einkleben). Ist diese weg, kann man Metallplatte und Magnet nach vorne herausschieben.
Bei anderen Modellen wird die Metallplatte durch einen kleinen Dorn vorne an der Führung (Richtung Leitkiel) daran gehindert aus der Führung zu rutschen.
Hier muß man den Magnet ganz nach hinten setzen, und die Metallplatte von oben herunterdrücken. Dann kann man auch sie nach vorne über den Dorn herausschieben, und den Magneten herausnehmen.

Sollte das Problem noch immer nicht gelöst sein, beachte auch den nächsten Punkt!
 

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3. Das Fahrzeug bremst stark in Kurven (nicht Carrera)
Das betrifft wahrscheinlich hauptsächlich Leute mit Ninco-Schienen, und Fahrzeuge mit einer starren Vorderachse (die auch starr eingebaut ist).
(Bei einer Schlabber-Achse schleift wohlmöglich das Rad im Radkasten o.ä.)

Der Grund für das Problem ist, daß das kurven-äußere Rad eigentlich schneller laufen müßte, als das Kurven-innere. Beide Räder sind aber starr miteinander verbunden, also drehen beide mit der gleichen Geschwindigkeit. Das heißt, das eine bremst das andere ab.
Bei manchen Fahrzeugen merkt man das nicht, oder kaum, weil die Räder kaum Fahrbahn-Kontakt haben, oder die Räder haben nicht so viel Grip.
Und damit haben wir auch schon die Lösung des Problems:
Weniger Bahnkontakt!
Weniger Grip! 

Weniger Bahnkontakt erreicht man, indem man die Vorderreifen abschleift. Und zwar so weit, daß sie die Bahn gerade so noch berühren. Es ist auch sinnvoll, die Räder nicht plan zu schleifen, sondern innen mehr als außen. Mehr zum Thema Reifen schleifen steht hier im Bereich Wartung & Tuning!

Weniger Grip bekommt man, indem man die Vorderreifen versiegelt. Dazu nimmt man normalerweise Nagellack, oder Sekundenkleber. Sekundenkleber hält angeblich am besten (ist aber auch am schwierigsten zu verarbeiten!)
Meine Experimente mit Edding oder Revell-Farbe waren wenig erfolgreich . Das Problem ist vor allem, daß der Lack bei rauhen Schienen oft wieder abgerieben wird.

Für Profis: Man kann natürlich auch versuchen, mit Hilfe von "Tuning-Teilen" das Problem zu lösen (würde ich aber nicht unbedingt empfehlen, wenn es auch anders geht!). Zum einen gibt es spezielle "No-Grip"-Reifen für Vorne, die das Schleifen und Lackieren ersparen. Allerdings muß man da sichergehen, daß die Reifen auch wirklich passen!
Zum anderen gibt es in Umpfi's Slotbox bei den eigens Produzierten "Slotdevil" Tuning-Teilen spezielle Vorderachsen, bei denen sich die Räder unabhängig voneinander drehen können. (Möglicherweise ist es aber nicht ganz einfach die in das jeweilige Fahrzeug passend mit den Felgen einzubauen.)
 

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4. Das Fahrzeug fährt geradeaus und nicht in die Kurve
Es kann natürlich daran liegen, daß Du einfach zu schnell bist 
Wenn auch (oder gerade) bei langsamer Fahrt der Wagen geradeaus fährt, liegt es möglicherweise am Leitkiel oder den Vorderrädern.
Die Vorderräder können unter Umständen am Radkasten schleifen. Dann bleiben sie stehen und hebeln das Fahrzeug aus dem Slot.
Manchmal hilft es, die Karosse nicht zu fest zu schrauben, damit vorne mehr Spiel ist. Außerdem kann eine zu stark angeschraubte Karosse das Chassis verziehen, und dadurch das Problem auslösen.
Fragt man Profis wird man als Tipp bekommen, entweder den Leitkiel zu tauschen (bei FLY kann man den Racing-Leitkiel einbauen, der ist etwas tiefer und paßt ohne Umbauarbeiten), oder die Vorderreifen abzuschleifen. Siehe dazu auch unter Wartung & Tuning den Punkt Reifen Schleifen.
Methode 1 kostet Geld, und Methode 2 ist mit etwas Aufwand verbunden, und hilft außerdem nicht immer. Speziell nicht bei Fahrzeugen, die mit Magnet gefahren werden.
Für den reinen Heimbereich habe ich eine einfache Alternative gefunden: Tesa-Band!
Damit kann man den Leitkiel nach unten verlängern und ist das Problem meistens los.


(anklicken für größeres Bild)

Dazu rollt man zuerst einen Klebestreifen zusammen, Länge ungefähr wie der Leitkiel selbst. Die Rolle entspricht der Verlängerung nach unten.
Die wird mit einem zweiten Klebestreifen auf der Leitkiel-Kante befestigt. Die Rolle und der Klebestreifen können ruhig etwas nach hinten abstehen, sollten vorne aber ungefähr bündig sein.
Zum Schluß kann man noch vorne mit einem kleinen Stückchen die Kante schützen, am besten in einem leichten Winkel.
Etwa so:

Vorsicht, daß der Leitkiel dabei nicht zu dick wird! Der Wagen darf natürlich nicht im Slot hängenbleiben.
Funktioniert auch, um Fahrzeuge für die (doch sehr holprigen) Offroad-Schienen von Ninco tauglich zu machen. 
 

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5. Die Kardanwelle springt aus der Halterung
Das ist ein typisches Problem bei Fahrzeugen mit Frontmotor der Firma FLY. Am besten irgendwie befestigen 
Profis nehmen dafür Heißkleber, Metall-Streifen oder ähnliches. Für den Heimbereich geht's natürlich wieder 'mal einfacher:
UHU Universal Alleskleber und Textil-Klebeband.
Mit dem UHU die Messingöse in der Halterung festkleben. Dann nochmal mit dem Klebeband sichern. Damit das hält, habe ich zusätzlich UHU auf die Klebefläche vom Klebeband gegeben.
So sieht's aus:


(anklicken für größeres Bild)

Oft reicht schon der UHU alleine.

Vorsicht: Nicht aus Versehen die Kardanwelle in der Messingöse festkleben!!

Wer aber eine Heißklebe-Pistole hat, sollte lieber Heißkleber benutzen.
 

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6. Das Hinterrad fliegt ab!
Das kann leider schonmal passieren. Die Räder sind ab Werk einfach nur aufgesteckt, bzw. aufgepreßt.
Ich habe den Verdacht, daß bei mir einmal irgendwie Öl dort hineingekrochen ist, und sich das Hinterrad so gelöst hat. Daraufhin habe ich bei einem ähnlichen Fahrzeug die Achsaufnahme am Rad mit UHU abgedichtet. Das bei allen Fahrzeugen zu tun halte ich aber nicht für nötig.

Ist das Rad einmal ab, muß man es wieder festkleben. Dafür eignet sich Sekundenkleber am besten.
Einige Dinge muß man dabei unbedingt beachten: 
Eventuell schließt man Luft mit ein. Die wird das Rad von der Achse wegdrücken. Also festhalten bis es trocken ist!
Eventuell schließt man zu viel Alleskleber mit ein, so daß man das Rad nicht weit genug auf die Achse stecken kann! Unbedingt aufpassen, sonst steht am Ende das Rad zu weit aus der Karosserie heraus!
(In beiden Fällen hilft eventuell ein kleines Loch in der Außenseite der Felge.)
Eventuell drückt man auch etwas von dem Kleber heraus, und der läuft auf die Achse. Doppelte Vorsicht! Nicht die Messingösen an der Achse festkleben! Außerdem die Achse unbedingt sauber halten, damit sie später nicht zu schwergängig ist!
Und natürlich alle Sicherheitshinweise von der Kleber-Packung beachten .
 

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7. Kann ich mein Fahrzeug leiser machen?
Es gibt einige Möglichkeiten, ein lautes Fahrzeug leiser zu machen.

Wenn ein Fahrzeug sehr viel Krach macht, sollte man jedoch zuerst sichergehen, daß alles in Ordnung ist! (z.B. könnte die Kardanwelle herausgesprungen sein oder nicht mehr richtig am Motor sitzen. Oder es könnte etwas anderes am Getriebe sein!)
Oft hat die Achse auch zu viel Spiel. Dann sollte man mit Unterleg-Scheiben auf der Achse dafür sorgen, daß die Achse nicht mehr hin- und herpendeln kann. Sie muß sich aber noch frei drehen können, also ein bißchen Spiel muß schon sein!
Am besten eignene sich 0,5 mm Scheibchen aus Kunststoff. Die kann man auf einer Seite einschneiden, und dann über die ausgebaute Achse klipsen! (So muß man die Felgen nicht abnehmen!)

Aber angenommen, es ist sonst alles in Ordnung, und es ist auch genügend Öl und Fett vorhanden.
Dann kann man zum Beispiel zusätzlich die Vorderachse ölen. Manchmal verringert sich dadurch deutlich das Fahrgeräusch, da die Vorderachse gerne mal klappert. Manche fetten auch die Vorderachse. (Allerdings erhöht sich damit auch etwas der Widerstand beim Drehen, was den Wagen langsamer machen könnte ... wenn es auf 10tel und 100stel ankommt )

So komisch es klingen mag: manchmal hilft es auch, die Karosserie weniger fest zu schrauben.
Ich erwähne nochmal, daß man die sowieso nicht zu fest schrauben sollte!

Oft klappert auch einfach die "Inneneinrichtung" des Fahrzeugs. Die kann man mit etwas Heißkleber, oder Tesa-Band fixieren. Das hat außerdem den Effekt, daß man bei manchen Modellen die Inneneinrichtung gegen das Chassis abdichten kann. Oft wird man sonst Staub und Reifenabrieb im Innenraum wiederfinden ...
 

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8. Die Beleuchtung scheint durch die Karosserie!
Das hat man leider häufig. Es gibt zwei Varianten der Fahrzeugbeleuchtung: 
1. eine LED beleuchtet einen Lichtleiter 
2. jeder Scheinwerfer hat eine eigene LED

Bei der ersten Variante kann man meist nicht viel machen, außer die Innenseite der Karosserie mit schwarzer oder siberner Farbe zu lackieren, so daß das Licht eben nicht mehr durchscheint. (Allerdings kann es passieren, daß dadurch die gesamte Karosse etwas dunkler erscheint! Das kann gut aussehen, wenn z.B. die Spalten dunkler werden, weil da auch das Plastik dünner ist, kann aber auch unerwünscht sein.)

Bei der zweiten Variante reicht es manchmal, die LED selbst zu bemalen. Bei der LED strahlt der gesamte Leuchtkörper. Also auch nach oben und unten, und sogar nach hinten wird geleuchtet. Man kann nun den Bereich, der nicht leuchten soll, also abdecken (bei einigen Fahrzeugen ist das sogar schon ootb so), oder eben anmalen. Ich würde dafür silberne Farbe nehmen, da die gleichzeitig wie ein Spiegel wirkt (schwarz schluckt das Licht einfach und reflektiert es nicht).
So sieht's aus (rechts vorher, links die bemalte LED):


(anklicken für größeres Bild)

Je nach Position der LED's muß man trotzdem noch die Karosserie von innen lackieren, um das "Karosserie-Leuchten" ganz zu eleminieren.
Übrigens: Die LED's mit einem Gummischlauch zu überdecken ist eine gute Idee. Das ganze mit Alu-Folie zu machen ist keine gute Idee, weil man damit leicht einen Kurzschluß an den Dräten der LED verursachen kann!
 

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Hinweis: Das Anwenden der oben genannten Tipps und Hinweise erfolgt auf eigene Gefahr. Ich bin nicht für eventuelle Schäden an Fahrzeug oder Bahn verantwortlich zu machen.